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2026

Ein Schlüsselereignis für zwei Menschen
Mai 2026

Ein Bericht von Theresa, welche ihr Patenkind besuchte.

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Nach 8 Jahren besuchte ich im Mai 2026 wieder Uganda, Brigit und ihre Organisation in Kapchorwa mit einem ganz besonderen Ziel: mein Patenkind wiederzusehen, dessen Sponsorin ich seit 2018 sein darf. Ich war ein wenig aufgeregt, das damals 2-jährige Mädchen als heranwachsenden Teenager wiederzusehen- doch gleich beim ersten Blick erkannte ich sie wieder und wusste, dass sie jeden Euro, jedes Gebet und die Reise wert gewesen war. Anita war anfangs sehr schüchtern und wagte kaum, mir in die Augen zu schauen, als ich sie zum gemeinsamen Ausflug aus ihrem Dorf abholte. Sie trug ihre Schuluniform, ihr einiziges intaktes Kleidungsstück, zu große Turnschuhe und hatte sich vor der Wanderung nicht mit Frühstück stärken können.
Bereits auf der Autofahrt zu den Sipi Falls, die sie trotz räumlicher Nähe noch nie gesehen hat, taute das Eis schnell auf. Die Wanderung mit ihr zu erleben, ihr die Welt außerhalb von Dorf, Schule und Alltagssorgen zu zeigen, war ein unbeschreibliches Erlebnis für mich.
Anita liebte es, an schönen Orten für Fotos zu posieren oder selber Fotos zu machen und aus dem anfangs mit Händen verdeckten Mund entwichen immer häufiger ein Lächeln und englische Wörter und kurze Sätze. Ich bin stolz auf sie, weil sie das in der Schule gelernt hat, und freute mich den ganzen Tag sehr über ihre schüchterne Neugier und Faszination für all das Neue und ihr „Princess treatment“ für einen Tag, zwischen den sonst alltäglichen Essens- und Alltagssorgen, die sie viel zu jung mitträgt.
Anschließend besuchten wir eine interaktive Kaffeetour, bei der Anita voller Tatendrang keine Aktivität beim Zubereiten von Kaffee ausließ.

Ich werde nie die schüchternen, verloren wirkenden Augen vergessen, mit denen mich 2018 das kleine Mädchen mit dem schmutzigen, zerrissenen blauen Kleidchen anschaute.
Diesem Mädchen nun, während sie ein sauberes Kleid trägt und Englisch spricht, ein bisschen die Welt zeigen zu dürfen, war für mich ein tief bewegendes Erlebnis und ich danke Gott für alles, was er mit meinem/unserem Zutun wirklich sichtbar in den Leben dieser wertvollen Menschen in Kapchorwa bewegt.

Ziegenprojekt
März 2026

Rund 30 Ziegen kamen an einem sonnigen Samstag in Kapchorwa an. Fleissig verteilten die hopeland Mitarbeiter diese Tiere an bedürftigen Familien und alleinerziehenden Müttern. In Uganda ist die Einzelhaltung von Tieren wie eine Ziege oder eine Kuh erlaubt (im Gegensatz zu vielen Ländern in Westeuropa) und leistet oftmals einen wichtigen Beitrag an die tägliche Ernährung. Die Familien freuten sich sehr über dieses Geschenk - welches einen lang anhaltenden Effekt haben soll. Denn jeweils das erstgeborene Zicklein soll an eine andere bedürftige Familie oder Person weitergegeben werden. Somit wird sich die Gabe multiplizieren - ganz im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.

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